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Wo ist das Fleisch geblieben?

Von Ur-Möhren, Schmorgurken und Steckrüben

Eigentlich haben wir gar nicht mit der Maßgabe begonnen, nur fleischloses Essen anzubieten. Aber ich bin ein ziemlich intuitiver Mensch und mit mir „sprechen“ die Lebensmittel. Da liegen also im Hofladen diese Ur-Möhren und pieken mich an, verlangen beim Zubereiten nach Schwarzkümmel und Sesamöl, Gurken nach Estragon und nicht nach Dill wie bei vielen Menschen.

Foto: Matthias Schäfer

So schön kann frisches Gemüse aussehen! Links im Bild die Ur-Möhre

Hauptrolle für Gemüse

Derzeit hat Gemüse bei mir absoluten Vorrang, es möchte eben in vielen verschiedenen Variationen von mir verarbeitet werden. Auch ich esse ab und zu mal Fleisch, finde dann aber, dass es den Geschmack dominiert und die Nuancen von Gemüse oder auch Getreideprodukten gar nicht richtig zur Geltung kommen können.

Sehr oft haben wir in der Vergangenheit den Spruch gehört, dass Mann doch satt werden möchte und daher mindestens eine Wurst dazu gehört. Wenn dann doch mal ein „mutiger“ Mann dabei war und doch ein Stück Quiche mit Gemüse, Eiern, Sahne und Käse probiert hat und überrascht feststellen konnte, dass auch dieses sättigt, hat uns das sehr gefreut.

Foto: Matthias Schäfer

Auch der hier macht satt: Ein Burger-Brötchen zwischen dem ein schmackhafter Linsenbratling klemmt

Probieren scheint überhaupt wichtig zu sein, um Vorbehalte oder auch Erinnerungen zu überwinden. Es gab Schmorgurken – bei mir eben ohne Speck und Mehl, dafür mit Estragon. Viele haben das Gesicht verzogen wegen ihrer schlechten Erinnerung. Nachdem sie davon probiert hatten, haben sie eine Portion bestellt. Chaka! Yeah! Oder wie hier eine Salzkaramelltarte – verschiedene Geschmacksrichtungen ergeben zusammen ein ungeheures Aha-Erlebnis im Mund. Aber Mensch musste sich das erst einmal trauen 🙂

Foto: Matthias Schäfer

Salzkaramelltarte – süß, salzig, sauer und knusprig – ein Erlebnis!

Neues Geschmäcker entdecken

Auch für mich ist vegetarisch Kochen inzwischen eine verlockende Herausforderung: ein Mittagsangebot zusammen zu stellen, das lockt und überzeugt. Dazu zählen ebenso neue Kombinationen ausprobieren und noch nicht getestete Gemüse zuzubereiten. Vor kurzem machte mich eine Kollegin auf Steckrüben aufmerksam. Für mich ein Nachkriegsgemüse, das bei uns nicht mehr auf den Tisch kam. Aber nun wurden sie gemeinsam mit Kartoffeln zu einem wunderbar süßlichen Stampf gekocht – soooo lecker…

Und so wird es auch in der nächsten Saison weiter gehen: Gemüse ist so vielfältig und lecker, ich freue mich auf die neuen Kreationen!

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